Denn es bedeutet: Acht junge Menschen, die unter normalen Umständen jetzt im Blockunterricht wären, sind nun zusätzlich für unsere Bewohner da. Das ist beim Pflegepensum eine deutliche Erleichterung und komfortabel für die Pflegeplanung. Nun können sogar Mitarbeiter vorübergehend frei nehmen, um zur Verfügung zu stehen, falls jemand durch Krankheit ausfällt. Und der Umgang mit den jungen Leuten, zum Beispiel bei einem Spaziergang im Sinnesgerten, ist für die Bewohner einfach schön. Manche sind durch die Einschränkung ihrer Alltagskontakte verunsichert. Ihnen tut die besondere Zuwendung gut. Denn Vieles, was für sie Lebensqualität ausmacht, darf im Moment nicht stattfinden: Besuche von Angehörigen, Ausflüge mit Ehrenamtlichen, Aktivitäten des Sozialen Dienstes in großen Gruppen.
Pflegeabläufe wurden umgestellt
Ergänzend zu strengen Hygienemaßnahmen haben wir vorsichtshalber manche Abläufe umgestellt, um einer Übertragung von Krankheitserregern entgegenzuwirken: Bei der Übergabe zwischen den Schichten sind jetzt nur noch maximal drei Mitarbeiter im Personalraum. Grundsätzlich vermeiden wir ein Zusammenkommen vieler Menschen auf engem Raum und achten wo es geht auf Abstand. Unsere Pflegekräfte teilen wir so ein, dass ein Bewohner im Tagesablauf mit möglichst wenigen Mitarbeitern in Kontakt kommt.
